Allein in Graz und Graz-Umgebung haben mehr als 60.000 Wahlberechtigte bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2000 darauf verzichtet, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.
Am 2. Oktober sollten möglichst viele zur Wahl gehen – es gibt acht Parteien und eine davon ist parteifrei, "als echte Alternative!"
"Auch 2000 haben wir von den Parteispitzen gehört, dass das Phänomen des massenweisen Nichtwählens untersucht wird – das Ergebnis steckt, wenn es überhaupt eines gibt, in den Schubladen der Parteisekretariate", vermutet Josef Martin Bauer, Demokratiesprecher der Parteifreien: "Nun, die arrivierten Parteien werden schon wissen, warum sie mit diesen Untersuchungen hinter dem Berg halten."
"Wir jedenfalls bilden eine seriöse Alternative – wir werden gleichsam als Neutrale im Landtag dafür sorgen, dass die Diskussion der Sachthemen und damit wieder der Mensch Vorrang hat vor der derzeit vorherrschenden Schmutzkübelpolitik", fordern Bauer und Eva Schantl, ebenfalls Kandidatin der parteifreien.
Eines der Ziele der parteifreien ist, so viele Wählerinnen und Wähler wie möglich zur Stimmabgabe zu bewegen. "In den Tagen vor der Wahl wird unser Team versuchen, so viele wie möglich zu aktiverer Wahltätigkeit zu animieren", erklärt Bauer. Zum ersten Mal besteht die Möglichkeit, mit einer Stimme wirklich weiß zu wählen – ist Weiß doch die Parteifarbe der parteifreien.
Ergebnisse 2000 (gerundet)
Graz:
| Wahlberechtigt |
176.000 |
| Ungültige Stimmen |
1.100 |
| Gültige Stimmen |
110.000 |
| Davon ÖVP |
44.600 |
| SPÖ |
29.000 |
Das heißt, dass in Graz die Gruppe der Nicht- und UngültigwählerInnen mit rund 66.000 um fast 50% größer war, als die Klasnic-Partei hier erreichen konnte.
Ebenfalls arg Graz-Umgebung:
| Wahlberechtigt |
98.000 |
| Ungültige Stimmen |
800 |
| Gültige Stimmen |
72.400 |
| Davon ÖVP |
34.800 |
| SPÖ |
23.000 |
In Graz und Umgebung waren somit die Weiß-Wählerinnen mit mehr als 25.000 die zweitstärkste Gruppierung!
"Dafür gibt es viele Ursachen", schließen Bauer und Mag. Eva Schantl, "aber die größte ist wohl die PolitikerInnenverdrossenheit!" Es ist der abfällige und am Rand zur Menschenverachtung stehende Stil, mit dem die gewählten VolksvertreterInnen aufeinander losgehen.
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