Die Causa Herberstein ist typisch für die steirischen Verhältnisse
Die Causa Herberstein ist typisch für die steirischen Verhältnisse:
„Alte Freundschaften“ werden bis zur Geschmacklosigkeit fortbetrieben. Das „Naheverhältnis“ Krainer II zu Andrea Herberstein war ja schon zu Zeiten, wo es noch aktuell war, kein Geheimnis.
In der Steiermark finden wir uns eigentlich in einem „Fürstentum“ wieder. Der oder die oberste politische Verantwortliche ist sakrosankt, darf nicht kritisiert werden. Das geht so weit, dass auch die, denen man recht übel mitgespielt hat (Hirschmann und Paierl), sich nicht trauen, Klasnic direkt zu kritisieren.
Hirschmann sagte einmal im Laufe seiner Geschichte, Klasnic habe die falschen Berater. Wir meinen, irgendwann ist man auch für die Berater, die man sich aussucht, zuständig. Diese Tradition des „Außer-Konkurrenz-Auftretens“ unserer Landesspitzen ist einzigartig für unser Bundesland und hat der Steiermark während Jahrzehnten enorm geschadet. Dieser Schaden wird in seiner ganzen Tragweite erst sichtbar werden, wenn sich das politische Selbstverständnis in diesem Land grundsätzlich geändert haben wird.
Gerhard Hirschmann war übrigens als Tourismus-Landesrat zuständig für die stille Beteiligung des Landes am Tierpark Herberstein.
Erwin Zankl von der Kleinen Zeitung schreibt in seinem heutigen Kommentar "Als Maulheld wurde Flecker nur von Gerhard Hirschmann übertroffen..." und "Jetzt ruft er nach dem Staatsanwalt und behauptet, er habe erst nach einer Intervention Klasnics die Millionen lockergemacht. Ein Hascherl war Gerhard Hirschmann gewiss nicht. Er hätte sich verweigern oder strengere Auflagen für die Verwendung der Steuergelder vorschreiben können. So ist er bloß ein Abseiler von der Verantwortung".
Man hört, dass Gerhard Hirschmann eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht hat. Eine Selbstanzeige?
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